Judo ist ein Kampfsport, der in Japan um 1900 regelrecht erfunden wurde. Professor Jigoro Kano hat auf Anraten eines deutschen Arztes verschiedene Zweikampfsportarten daraufhin geprüft, wie das Training und die Ausübung den Menschen zur körperlichen Gesundheit am besten nützen könnten. Wie der gesunde Körper dem Geist förderlich ist, so ist das auch umgekehrt der Fall. Alle Tätlichkeiten, die im Kampf dem Partner bleibenden Schaden zufügen würden, hat Professor Kano durch Regeln ausgeschlossen. Im Besonderen hat er Waffen und Schläge im Kampf verboten.
Er gab dem Sport dann den Namen Judo: übersetzt bedeutet Ju = sanft, nachgebend, geschmeidig und Do = der Weg.
2 Prinzipien liegen zu Grunde:
Das technische Prinzip: Ausnutzen der Bewegungen des Gegners unter bestem Einsatz von Körper und Geist.
Das moralische Prinzip: Gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt und das beiderseitige Wohlergehen.
Viele geeignete Kampftechniken hat Professor Kano zusammengestellt. Sie werden bei uns gelehrt und die Kenntnis darin mit entsprechenden Gürtelfarben bestätigt. Es gibt altergerechte Wettkämpfe, an die die Judoka herangeführt werden, aber auch die unterschiedlichsten Formen des Übungskampfes: Randori, bei denen gerauft wird. Randori beginnt nicht immer im Stehen. Der Spaß am Kräftemessen kann ausgelebt werden. Wir kämpfen gegeneinander, aber mit viel Verantwortung für die Partnerin oder den Partner.
Eine besondere Übungsform ist die Kata, bei der die Prinzipien der Technik in maximaler Effizienz herausgearbeitet werden. Unterschiedliche Kampfsituationen werden in einem festgelegten Ablauf dargestellt . Diese hohe Kunst wurde früher nur von den Meisterinnen und Meistern ausgeübt. Heute weiß man, dass auch jüngere Judoka diese Form des Technikstudiums gerne und sinnvoll betreiben können.
Es wird eine gute Körperbeherrschung trainiert, Kraft, Ausdauer und viele Kampftechniken. Judo stärkt das Selbstbewusstsein und erzieht gleichzeitig zu verantwortungsbewusstem Handeln.
Im Judo wird eine gute Körperbeherrschung trainiert. Kraft, Ausdauer und viele Kampftechniken werden ebenso effizient gefördert.
Judo stärkt das Selbstbewusstsein und erzieht gleichzeitig zu verantwortungsbewusstem Handeln, unabhängig ob behindert oder nicht und ob jung oder alt.
Das Motto des Deutschen Judo Bundes trifft dieses Denken sehr genau, denn "Judo tut Deutschland gut" und die Judokas der Diakonie Stetten schliessen sich dem gerne an.
(Text: Sabine Hamer)